Das Potenzial von KI in der Fertigung erschließen: Ein Konsortiums-Ansatz

Was in Davos sichtbar wurde, als KI von Anspruch zur Umsetzung überging und begann, Entscheidungen, Systeme und Führung in Branchen neu zu ordnen.
von
Markus Gelfgren

Von Markus Gelfgren / AI Solution Architect (Manufacturing)

In den vergangenen Jahrzehnten hat die europäische Industrie ihre globale Wettbewerbsfähigkeit auf Produktivität, Ingenieurskunst und hochoptimierten Produktionsprozessen aufgebaut. In den letzten Jahren hat sich das Produktivitätswachstum jedoch verlangsamt, während der globale Wettbewerb weiter zunimmt. Gleichzeitig entwickelt sich künstliche Intelligenz rasant zu einer Schlüsseltechnologie, die Effizienz, Qualität und Entscheidungsfindung in industriellen Prozessen erheblich verbessern kann.

Trotz dieses Potenzials fällt es vielen Unternehmen schwer, KI-Innovationen in messbare Ergebnisse auf dem Shopfloor zu überführen. Während sich Machine-Learning-Technologien schnell weiterentwickeln, bleibt ihre Implementierung in komplexen Produktionsumgebungen herausfordernd. Daten sind häufig fragmentiert, gewachsene IT-Infrastrukturen erschweren die Integration, und Produktionsumgebungen erfordern zuverlässige sowie transparente Lösungen.

Eine der größten Hürden ist die Lücke zwischen KI-Expertise und Produktionswissen. Data Scientists verfügen über tiefes Verständnis für Algorithmen und Modellentwicklung, während Produktionsexperten die Prozesse, Maschinen und operativen Rahmenbedingungen im Detail kennen. Erfolgreiche KI-Anwendungen erfordern jedoch die Verbindung beider Perspektiven. Diese Lücke zu schließen ist entscheidend, um den nächsten Produktivitätssprung in der Fertigung zu ermöglichen.

Um genau diese Herausforderung anzugehen, startet Merantix Momentum gemeinsam mit dem PEM der RWTH Aachen eine Konsortialstudie zur KI-gestützten Optimierung von Produktionsprozessen. Ziel ist es, Industriepartner zusammenzubringen, um konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren und den erfolgreichen Einsatz von KI in realen Produktionsumgebungen zu ermöglichen.

Eine gemeinsame Lernreise

Die Studie ist als kollaboratives Programm konzipiert, in dem Unternehmen gemeinsam das praktische Potenzial von KI in der Fertigung erschließen. Über einen Zeitraum von etwa fünf bis sechs Monaten arbeiten die Teilnehmenden eng mit KI- und Produktionsexperten zusammen und tauschen sich mit anderen Industriepartnern aus.

Im Mittelpunkt stehen nicht theoretische Konzepte, sondern strukturierte Exploration, gemeinsames Lernen und praxisnahe Problemlösung. Das Programm kombiniert Wissensvermittlung mit interaktiven Workshops, in denen KI direkt auf reale Produktionsherausforderungen angewendet wird.

Workshop 1: KI-Potenziale in der Fertigung verstehen

Im ersten Workshop wird ein gemeinsames Verständnis dafür geschaffen, wie KI industrielle Produktionsprozesse unterstützen kann. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in zentrale KI-Konzepte, typische industrielle Datenstrukturen sowie technische und organisatorische Herausforderungen bei der Implementierung.

Ein besonderer Fokus liegt auf bestehenden Anwendungsfällen aus der Industrie. Die Teilnehmenden diskutieren Chancen und Risiken verschiedener KI-Ansätze und entwickeln ein realistisches Verständnis dafür, wo KI tatsächlich Mehrwert schaffen kann.

Workshop 2: Entwicklung konkreter Use Cases

Im zweiten Workshop werden reale Herausforderungen aus der Produktion in strukturierte KI-Problemstellungen übersetzt. Die teilnehmenden Unternehmen bringen eigene Use Cases ein und analysieren diese gemeinsam mit Expert:innen.

Durch interaktive Sessions werden Muster identifiziert und vielversprechende Anwendungsfelder herausgearbeitet. Ziel ist es, klar definierte Problemstellungen zu entwickeln, die als Grundlage für konkrete KI-Lösungen dienen können.

Dabei wird auch betrachtet, welche Daten benötigt werden, wie bestehende Dateninfrastrukturen genutzt werden können und welche Machine-Learning-Ansätze geeignet sind.

Workshop 3: Von der Idee zur Umsetzung

Der dritte Workshop fokussiert sich auf die Umsetzung von KI-Lösungen in realen Produktionsumgebungen. Themen sind unter anderem Datenaufbereitung, Modellentwicklung, Systemintegration sowie die notwendige technische Architektur.

Darüber hinaus werden operative Herausforderungen wie Monitoring, Zuverlässigkeit und Integration in bestehende Prozesse diskutiert. Ziel ist es, den Weg von der Idee zur umsetzbaren Lösung greifbar zu machen.

Von KI-Potenzial zu industrieller Wirkung

Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Fertigung. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Technologie selbst, sondern auch die Qualität der Daten, die Zusammenarbeit zwischen Teams und das Verständnis realer Produktionsprozesse.

Die Konsortialstudie schafft einen strukturierten Rahmen, um genau diese Aspekte zusammenzubringen. Durch die Kombination von KI-Expertise von Merantix Momentum und Produktionsexpertise des PEM der RWTH Aachen entsteht eine Brücke zwischen technologischem Potenzial und industrieller Umsetzung.

Teilnahme an der Konsortialstudie

Merantix Momentum und das PEM der RWTH Aachen laden Industrieunternehmen ein, Teil dieser Konsortialstudie zu werden. Gemeinsam werden KI-Potenziale identifiziert, strukturiert bewertet und in konkrete Umsetzungsansätze überführt.

Für Unternehmen, die ihre Produktion durch datengetriebene Technologien effizienter, transparenter und zukunftsfähiger gestalten möchten, bietet die Studie einen klaren und praxisnahen Weg von der Idee zur Implementierung.

Fazit:

Der Schlüssel zur erfolgreichen KI-Nutzung in der Industrie liegt nicht nur in der Technologie, sondern in der Verbindung von Expertise, Struktur und Umsetzung. Genau hier setzt diese Initiative an und schafft die Grundlage für nachhaltigen, messbaren Impact.

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Trotz dieses Potenzials fällt es vielen Unternehmen schwer, KI-Innovationen in messbare Ergebnisse auf dem Shopfloor zu überführen. Während sich Machine-Learning-Technologien schnell weiterentwickeln, bleibt ihre Implementierung in komplexen Produktionsumgebungen herausfordernd. Daten sind häufig fragmentiert, gewachsene IT-Infrastrukturen erschweren die Integration, und Produktionsumgebungen erfordern zuverlässige sowie transparente Lösungen.

Eine der größten Hürden ist die Lücke zwischen KI-Expertise und Produktionswissen. Data Scientists verfügen über tiefes Verständnis für Algorithmen und Modellentwicklung, während Produktionsexperten die Prozesse, Maschinen und operativen Rahmenbedingungen im Detail kennen. Erfolgreiche KI-Anwendungen erfordern jedoch die Verbindung beider Perspektiven. Diese Lücke zu schließen ist entscheidend, um den nächsten Produktivitätssprung in der Fertigung zu ermöglichen.

Um genau diese Herausforderung anzugehen, startet Merantix Momentum gemeinsam mit dem PEM der RWTH Aachen eine Konsortialstudie zur KI-gestützten Optimierung von Produktionsprozessen. Ziel ist es, Industriepartner zusammenzubringen, um konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren und den erfolgreichen Einsatz von KI in realen Produktionsumgebungen zu ermöglichen.

Eine gemeinsame Lernreise

Die Studie ist als kollaboratives Programm konzipiert, in dem Unternehmen gemeinsam das praktische Potenzial von KI in der Fertigung erschließen. Über einen Zeitraum von etwa fünf bis sechs Monaten arbeiten die Teilnehmenden eng mit KI- und Produktionsexperten zusammen und tauschen sich mit anderen Industriepartnern aus.

Im Mittelpunkt stehen nicht theoretische Konzepte, sondern strukturierte Exploration, gemeinsames Lernen und praxisnahe Problemlösung. Das Programm kombiniert Wissensvermittlung mit interaktiven Workshops, in denen KI direkt auf reale Produktionsherausforderungen angewendet wird.

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Im ersten Workshop wird ein gemeinsames Verständnis dafür geschaffen, wie KI industrielle Produktionsprozesse unterstützen kann. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in zentrale KI-Konzepte, typische industrielle Datenstrukturen sowie technische und organisatorische Herausforderungen bei der Implementierung.

Ein besonderer Fokus liegt auf bestehenden Anwendungsfällen aus der Industrie. Die Teilnehmenden diskutieren Chancen und Risiken verschiedener KI-Ansätze und entwickeln ein realistisches Verständnis dafür, wo KI tatsächlich Mehrwert schaffen kann.

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Im zweiten Workshop werden reale Herausforderungen aus der Produktion in strukturierte KI-Problemstellungen übersetzt. Die teilnehmenden Unternehmen bringen eigene Use Cases ein und analysieren diese gemeinsam mit Expert:innen.

Durch interaktive Sessions werden Muster identifiziert und vielversprechende Anwendungsfelder herausgearbeitet. Ziel ist es, klar definierte Problemstellungen zu entwickeln, die als Grundlage für konkrete KI-Lösungen dienen können.

Dabei wird auch betrachtet, welche Daten benötigt werden, wie bestehende Dateninfrastrukturen genutzt werden können und welche Machine-Learning-Ansätze geeignet sind.

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Der dritte Workshop fokussiert sich auf die Umsetzung von KI-Lösungen in realen Produktionsumgebungen. Themen sind unter anderem Datenaufbereitung, Modellentwicklung, Systemintegration sowie die notwendige technische Architektur.

Darüber hinaus werden operative Herausforderungen wie Monitoring, Zuverlässigkeit und Integration in bestehende Prozesse diskutiert. Ziel ist es, den Weg von der Idee zur umsetzbaren Lösung greifbar zu machen.

Von KI-Potenzial zu industrieller Wirkung

Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Fertigung. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Technologie selbst, sondern auch die Qualität der Daten, die Zusammenarbeit zwischen Teams und das Verständnis realer Produktionsprozesse.

Die Konsortialstudie schafft einen strukturierten Rahmen, um genau diese Aspekte zusammenzubringen. Durch die Kombination von KI-Expertise von Merantix Momentum und Produktionsexpertise des PEM der RWTH Aachen entsteht eine Brücke zwischen technologischem Potenzial und industrieller Umsetzung.

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Fazit:

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